Auf der Seidenstraße

Wer eroberte und verband die antike Welt miteinander, waren es Kriegshelden, Pioniere oder vielleicht sogar nur einfache Kaufleute?

In einem uighurischen Text heißt es „… ferner gibt es Kaufleute, die ruhen nicht mit dem Handel und sind Nutzbinger …, von Ost nach West ziehen sie umher, deine Wünsche bringen sie dir. Zehntausend Schätze, die Wunder der Welt, sind bei ihnen. … Gäbe es keine Kaufleute, durchstreifend die Welt, wann könntest du anziehen den schwarzen Zobelpelz? Schnitte die chinesische Karawane das Karawanenbanner ab, woher sollten dann die zehntausend Kostbarkeiten kommen? … Solcherlei sind die Kaufleute alle, schließe dich ihnen an, halte offen das Tor! Bemühe dich um sie, halte sie wohlfeil, und dein Name wird mit Güte weit bekannt, glaube es!“

So alt der Handel über die transasiatische Handelsroute auch ist, der Begriff „Seidenstraße“ ist eine Wortschöpfung aus dem 19. Jahrhundert von einem deutschen Geographen und diese Bezeichnung ist auch ein wenig irreführend. Erstens wurde nicht nur Seide zwischen Europa und Asien gehandelt und zweitens bestand die Straße aus einer Vielzahl von Karawanenwegen, die zum Teil parallel zueinander verliefen und sich mehrfach verzweigten.

Zu Zeiten Marco Polos, des wohl berühmtesten Reisenden auf der Seidenstraße, hatte der alte Handelsweg, der das Reich der Mitte mit dem Abendland verbindet, seine große Blütezeit lange hinter sich. Mehr als 1300 Jahre bevor sich der Venezianer 1271 auf seine Reise an den Hof des mongolischen Khans im heutigen Beijing, machte, hatten unzählige Kaufleute vor ihm mit ihren Karawanen die Seidenstraße beschritten. Die alten Römer wussten bereits um die Zeitenwende chinesische Seide zu schätzen, rätselten aber noch lange, woraus sie bestand und woher sie kam. Seide war leicht und unzerbrechlich und deshalb einfach auf dem Rücken eines Kamels oder Lastesels über weite, unwegsame Strecken quer durch Asien zu transportieren. Doch das edle Gewebe war nicht das einzige Handelsgut, das im Handel über die Seidenstraße eine Rolle spielte. China exportierte außer der Seide Naturlack, Gewürze wie Zimt, Ingwer und Kurkuma, edle Keramiken, Pelze, Moschus und später Tee und Rhabarber in den Westen.

Aus Indien und Persien kamen Gewürze wie Koriander, Nelken, Muskat, Kardamom, echter Safran und Pfeffer, Woll- und Leinentextilien, ferner Sandelholz, Indigo, Lapislazuli, Kampfer, Myrrhe, Henna, Weihrauch und Rohrzucker nach China.

Die mehr als 10.000 km lange Strecke vom östlichen Mittelmeer bis nach China hat, bis auf einige wenige, wohl kaum ein Händler in einem Stück zurückgelegt. Weder für Mensch noch für Tier war der schier endlose Weg durch öde Steppen, heiße Wüsten und über eisige Hochgebirge im Ganzen zu bewältigen. Die meisten Waren wurden etappenweise von Händler zu Händler weitergereicht. Im alten Rom wusste man nichts von chinesischen Kaufleuten, und auch Römer wurden in der chinesischen Hauptstadt des Altertums und Mittelalters nicht gesichtet.

Als Transportmittel auf der Seidenstraße dienten dem Menschen meist Pferde, als Lasttiere verwendete man in der Wüste lieber die widerstandfähigen Kamele, im Hochgebirge Yaks und ansonsten Esel und Ochsenkarren. Die Handelsrouten waren so angelegt, dass die Karawanen in einem Abstand von wenigen Tagen eine Oase erreichen konnten, wo Wasser, Proviant, Herbergen und frische Tiere zur Verfügung standen. Karawanen hatten nicht nur räuberische Überfälle, sondern auch schreckliche Unwetter, wie Sand- oder Schneestürme, zu fürchten. Dem Berufsstand des Kaufmanns, der diese Strapazen auf sich nahm, um die Bewohner der Oasenstädte mit allerlei Annehmlichkeiten zu versorgen, brachte man deshalb entlang der Seidenstraße große Achtung entgegen. Abbildungen von Händlern und Kaufleuten verschiedener Nationalitäten tauchen immer wieder in der religiösen Kunst entlang der Seidenstraße auf.

Doch die unzähligen Händler, die seit Jahrhunderten die Seidenstraße nutzten, haben nur selten über ihre, mit Sicherheit erlebnis- und oft entbehrungsreichen Reisen, berichtet. Aus geschäftlichen Gründen lag ihnen wohl daran, den genauen Weg ihrer Reisen und den Ort ihrer geschäftlichen Quellen im Dunkel zu lassen. Eine Ausnahme bildet Marco Polo, der mit seinem berühmten Bericht einen der ersten Bestseller der Weltliteratur schuf, über dessen Echtheit sich die Wissenschaftler allerdings bis heute streiten. Das weniger bekannte „Handbuch für den Kaufmann“, 1340 von Francesco Pegolotti verfasst, beschreibt genaue Routen und Reisezeiten. Die Reise dauerte nach seinen Rechnungen mit verschiedensten Verkehrsmitteln – Ochsenwagen, Schiff, Kamelwagen, Lasteseln und Pferden – etwas 285 – 295 Tagen. Dies entspricht auch der heutigen Reisezeit mit einer modernen G-Klasse von Mercedes-Benz im Jahre 2015 auf der Seidenstraße.

Doch auf der Seidenstraße wurden nicht nur Handelsgüter ausgetauscht, sie war auch der Informations-Highway des Altertums, über den Ideen, Technologien, Künste und Moden von Ost nach West und umgekehrt transferiert wurden. Zahlreiche Religionen – der Buddhismus, das Christentum, der persische Zoroastrismus und schließlich der Islam – fanden über reisende Händler, Pilger und Missionare auf der Seidenstraße weite Verbreitung in Asien.

Im Gegensatz zu den Kaufleuten verfassten viele der religiösen Pilger ausführliche Reiseberichte, denen wir wertvolle Informationen über die damaligen Reisebedingungen, die Völker und Kulturen entlang der Seidenstraße entnehmen können.

Nachdem es der neuen Ming-Dynastie gelungen war, die Mongolen 1368 aus China zu vertreiben, war es mit dem regen Handel und Kulturaustausch über die Seidenstraße vorbei. Die jahrzehntelange Fremdherrschaft der Mongolen hatte für die Chinesen offenbar ein solch traumatisches Erlebnis dargestellt, dass sie ihre Landesgrenzen nach Norden und Westen hin abschotteten und viel Geld in die Instandsetzung und an Ausbau der Großen Mauer investierten. Der Ost-West-Handel wurde ab da nun hauptsächlich über die Häfen der südchinesischen Küste auf die „Seidenstraße der Meere“ verlagert.

Eine der Hauptlinien der Seidenstraße bildete die Strecke Teheran – Mashhad – Merv – Bukhara – Samarkand – Tashkent – Fargana – Osh – Kashgar im heutigen Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und China und seit einigen Wochen befahren wir diese Hauptlinie. In Turkmenistan ist vom Flair der Seidenstraße leider wenig übriggeblieben, als wir jedoch die Grenze nach Usbekistan überschreiten und nach Bukhara kommen, können wir die Atmosphäre der alten Zeit spüren. Die Stadt wir überragt von einem großen Minarett, das, wie wir bisher immer dachten, nur der Muezzin nutzt, um zum Gebet zu rufen, aber wie uns Sanam erklärt, früher auch als Leuchtturm in der Wüste, der die Karawanen bei Sandsturm nach Bukhara lotste oder zur Beobachtung diente. Wir bleiben 4 Tage in Bukhara und genießen die Ruhe der Stadt, das alte Zentrum ist sehr schön restauriert und die kleinen Basare sind voller Leben. Sanam, die ein „Tourist-Office“ führt, macht mit uns zwei Stadtführungen und erklärt uns, wie sich das Leben zu Zeiten der Seidenstraße in Bukhara abgespielt haben könnte. So gab es ein Finanzviertel, wo sich die Karawanen mit lokalem Geld versorgten, Hamams, um sich zu waschen und zu erholen und natürlich Basare, wo Waren verkauft und gehandelt wurden und natürlich Karawansereien, Herbergen für Mensch und Tier. Es gibt verschiedene Basare und früher war ein Basar ganz wichtig, der Hutbasar. Zuerst können wir uns das nicht vorstellen, aber nach ihren Erläuterungen leuchtet auch uns das ein. Der Hut war eine Art Visitenkarten und man konnte an ihnen ablesen, woher man kam, zu welchem Stand man gehörte, ob man noch zu haben ist und noch so einiges mehr. Außerdem gab es einen bedeutenden Edelstein- und Schmiedekunstbasar.

Am darauffolgenden Tag besuchen wir mit ihr das Chor Minar, eine Medresse aus dem 18. Jahrhundert, eine Schule, erbaut von einem Kaufmann, der mit Indien Handel betrieb und dort ein so schönes Gebäude sah, das ihm als Vorbild für die Medresse in Bukhara diente. Die Minarette haben hier keine Funktion, sondern wurden nur aus ästhetischen Gründen errichtet, diese sind nicht einmal begehbar. Das Chor Minar ist auch auf dem Titelblatt des aktuellen Lonely Planet Reiseführers Central Asia.

Am Abend fahren wir zum Elternhaus von Sanam in ein kleines Dorf, nahe Bukhara um dort auch zu Abend zu essen. Wir dürfen zuschauen, wie ihre Schwägerin Brot backt und Plov, das traditionelle Essen in Usbekistan, zubereitet.

Sanam sagt uns, Bukhara und Samarkand, die beiden berühmten Städte der Seidenstraße, seien wie zwei junge Frauen, die eine ungeschminkt, die andere bunt und aufgetakelt und wir sollten selbst entscheiden, welche uns besser gefällt.

In Samarkand besichtigen wir das Timur Mausoleum, das Registan und die Bibi Fatima Moschee, auch hier ist alles sehr schön hergerichtet, nur fehlt uns das Flair und die tolle Atmosphäre, die wir in Bukhara gespürt haben.

Im Hostel in Samarkand treffen wir Heike aus Minden, sie ist per Fahrrad unterwegs und als wir sie fragen wohin sie möchte, sagt sie „nach Tuktoyaktuk“. Wir schauen uns verdutzt an und sie ergänzt dann „das ist in Kanada“. Wir schauen immer noch verdutzt, denn Kanada liegt nicht gerade auf dem Weg durch Asien.

Sie macht eine unglaubliche Radreise durch Asien nach Australien und will dann per Schiff nach Südamerika und von dort nach Kanada radeln.

Unser Weg führt uns weiter in die Hauptstadt Usbekistans, nach Tashkent. Dort suchen wir eine Mercedes Werkstatt, denn ich möchte gerne einen kleinen Service durchführen lassen. Am Straßenrand treffe ich zwei neue Mercedes, eine S- und eine E-Klasse. Ich frage die beiden Fahrer nach Mercedes Benz. Einer gibt mir dann sein Handy und die Dame am anderen Ende erklärt mir, dass es keine offizielle Niederlassung gäbe, aber mich jemand abholen würde und mich zu einem qualifizierten Service bringen würde. Nach einer ¼ Stunde kommt Alexander in einem Golf und bringt uns zu einer Werkstatt, zwei Gruben, zwei Tore, alles ölig und dreckig. OK, ich frage sie ob sie Öl 5W-40 haben und ob sie einen Ölwechsel durchführen könnten. Ich zeige Ihnen meinen 5L Kanister, den ich zum Nachfüllen dabei habe. Nein, haben sie natürlich nicht und so fährt Alexander los und holt 8 ltr. von der gleichen Sorte Liqui Moly Leichtlauföl – Made in Germany. Am Fahrzeug habe ich noch einen Ölverlust festgestellt und zeige diesen Alexander, evtl. die Dichtung vom Rohr des Turboladers. Wir vereinbaren für morgen früh einen Termin, denn heute ist bereits später Nachmittag.

Wir fahren zu Alis Guesthouse, in Usbekistan muss man sich als Tourist spätestens alle 72 Std. in einem Hotel registrieren lassen, ansonsten gibt es unter Umständen bei der Ausreise am Zoll Schwierigkeiten und diese wollen wir natürlich vermeiden.

Die Tür ist verschlossen und wir klingeln mehrfach. Wir wollen schon auf dem Absatz kehrt machen, als doch noch die Tür aufgeht und ein ca. 50-Jähriger in weißer Leinenhose und nacktem Oberkörper vor uns steht. Er bringt uns zu Ali ins Büro, dieser sitzt in Unterhosen und ebenfalls nacktem Oberkörper an seinem Schreibtisch. Er lacht uns freundlich zu uns sagt: „Hello“, dann zieht er sich eine Hose an. Wir verhandeln den Preis und eine sehr junge Dame zeigt uns das Zimmer, es ist ein riesen Apartment, wir fragen nach einem kleineren Doppelzimmer, aber diese seien alle belegt. OK, wir nehmen das Zimmer und Ali sagt in zwei Stunden wird unsere Ankunft gefeiert. Er lädt uns zum Abendessen ein, es gibt Bier, Vodka, Plov, Nüsse, etc. Beim Abendessen erklärt er uns, dass er Ärger mit den Behörden gehabt hätte und erst gestern wiedereröffnet hätte. Als er jung war zog er mit drei anderen Musikern durch die Lande und war ein erfolgreicher „Popstar“, davon zeigt er uns Videos. Auffällig sind die vielen Fernbedienungen, Receiver und Sat-Anlagen, dann sagt er uns, dass er über 1600 Programme empfangen kann, „do you want to see german Porno?“ Wir lehnen ab und ziehen uns nach dem Essen zurück. Annette ist davon überzeugt in einem Puff gelandet zu sein, aber immerhin haben wir erfahren, dass es doch eine richtige Mercedes Niederlassung in Tashkent gibt und zu dieser fahren wir am nächsten Morgen.

Der Service wird gemacht und wir verlassen Tashkent in Richtung Norden an den Stausee „Chorvoq Suv Ombori“, dort sind auf unserer Karte richtige Campingplätze eingezeichnet und es scheint ein lokales Touristenzentrum zu sein, wir freuen uns auf ein Bad im See.

Als wir dort jedoch ankommen versperrt ein großes Tor die Weiterfahrt, in großen, eisernen Lettern steht dort „KONSTRUCTOR“. Wir steigen aus und sprechen mit einer Frau, es kommt eine zweite hinzu, die englisch kann und sie sagt uns, dass das Camp nur für Kinder sei. Wir könnten aber rechts hinunter zum Strand, dort gibt es einen Fußweg und ein Mann, der sein Haus neben Konstructor hat, bietet uns an im Hof zu parken und zu campen. Der Strand ist voller Scherben und an baden ist nicht zu denken, wir bleiben aber trotzdem zwei Tage am See und machen klar Schiff im Beast. Uns würde schon interessieren was in diesem Feriencamp von statten geht, aber es ist komplett umzäunt und wir hören immer nur, wie die Kinder im Chor etwas nachbrüllen, das Ganze geht immer bis um 22.00 Uhr abends, dann wird es ruhig. Leider fällt mir bei diesem Lagerzaun und dem eisernen Schriftzug „Arbeit macht frei“ ein.

Unser Weg führt uns ins Ferganatal, dort wird noch Seide verarbeitet und es soll in Margilon auch noch einen großen Basar geben, auf dem auch Seide verkauft wird, auch die berühmte Keramik kommt aus der Nähe des Ferganatals.

Als wir ankommen findet dort gerade das internationale ITF Damentennisturnier statt, das später die Russin Anastasiya Komardina gewinnen wird, es ist schwer eine Unterkunft zu finden.

In Fergana besuchen wir die Seiden- und Teppichproduktion von Yodgorlik, wir erhalten eine Führung und der junge Mann zeigt uns alle Stationen der Seidenherstellung. Zuerst werden die Kokons in heißes Wasser gegeben und eine Frau löst einen Faden ab und klebt ihn an andere Fäden, die bereits an einem Rad entlang laufen und so aufgewickelt werden, später kommt die Seide in einen Absud, um sie weich zu machen, in die Färberei und anschließend zur Weberei. Er erklärt uns die natürlichen und die chemischen Farbstoffe, das Fixieren mit Aluminiumsulfat und zum Schluss auch noch das Teppichweben. Yodgorlik stellt Woll- und Seidenteppiche von Hand her und wir sind sehr beeindruckt von der Geduld und der ruhigen Hand der Frauen, die dort arbeiten.

Auf meine Nachfrage dürfen wir auch in die maschinelle Produktion, die Maschinen sind uralt und der Lärm ist ohrenbetäubend, obwohl nur drei Maschinen am laufen sind. Anschließend kaufen wir uns noch ein paar Sachen im Werksshop ein und wollen dann zurück zum Hotel. Aber auf der anderen Straßenseite ist eine Bäckerei und die Mitarbeiter haben uns gesehen. Sie winken, dass wir kommen sollen und Fotos machen. Einer erklärt uns, wie er den Teig macht, nein er hat keine Maschine und zeigt auf seine Oberarme, sein Kollege macht aus dem Teig Rohlinge und gibt diese weiter an seinen Kollegen am Ofen. Dieser hat den härtesten Job, denn er muss die Rohling in den Ofen „kleben“ und wenn sie gut sind wieder herausholen. Da wir Fotos machen verzichtet er auf seinen Hitzeschutz, den Schal. Dieser arme Kerl schwitzt und der Schweiß rinnt in Strömen von seiner Stirn, aber alle sind freundlich und lachen uns zu, zum Abschied bekommen wir noch zwei Brote geschenkt.

Am nächsten Tage fahren wir zur kirgisischen Grenze, wo wir gegen 14 Uhr ankommen. Wir bleiben an einem Fluss stehen und machen uns einen Kaffee. Es kommt aus dem Niemandsland ein junger Mann und bietet uns Kissen am Fluss an. Wir fragen ihn, ob wir hier campen können, ja das ist kein Problem. Ich möchte noch ein Bad im Fluss nehmen, der jedoch eine ordentliche Fließgeschwindigkeit hat. Also laufe ich ein Stück flussaufwärts, wo zwei Jugendliche am Ufer stehen und frage sie, wo man baden kann. Einer zeigt in die Flussmitte und zeigt mir an, keine Kopfsprünge zu machen, der andere springt gleich mit Anlauf hinein und so springe ich hinterher. Es ist eine muntere Achterbahnfahrt und ich komme heil einige Meter weiter unten wieder heraus. Die beiden Jugendlichen sind neugierig und kommen später zu uns ans Auto. Wir bauen gerade unser Dachzelt und den Klapptisch auf und einer von den beiden kann das ganze gar nicht glauben und lacht andauernd vor lauter Freude. So kommen noch den ganzen Abend Jugendliche vorbei und möchten Fotos machen, alle sind sehr freundlich und freuen sich über die ungewöhnlichen Gäste.

Am nächsten Morgen passieren wir problemlos die Grenze nach Kirgistan und fahren in das nahe gelegene Osh. Hier sehen wir uns auf einem Basar um, leider nicht mehr orientalisch, sondern ein „Russenbasar“, am Stadtrand in alten Seecontainern untergebracht. Verkauft wird billiger Ramsch, Kopien von Markenwaren und Kleidung. Die Ware kommt wie vor 2000 Jahren aus China, aber die Zauberworte, die die Kunden so mögen heißen heutzutage Polyacryl, Polyethylenterephthalat, Polyamid und BILLIG. Noch immer sind es die Kaufleute, die die ersehnten Güter zu ihren Kunden liefern, sogar bis in die entlegensten Winkel dieses Kontinents.

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Ein Kommentar

  1. Tolle Bilder, super Blogs…weiter so. Man hat das Gefühl ein bissel dabei zu sein. Irgendwann, wenn ich groß bin, möcht ich das auch mal machen 🙂

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