Autocamp

auf nach Albanien

Von Dubrovnik aus fahren wir wieder Richtung Montenegro. Wir verlassen nun Kroatien zum letzten Mal auf unserer Reise in Richtung Herceg Novi in Montenegro. Es erwartet uns der einzige Fijord im Mittelmeer, die Bucht von Kotor. Auch Kotor selbst ist sehenswert, UNESCO Weltkulturerbe und eine beeindruckende Festung. Am ersten Tag in Kotor regnet es wie aus Kübeln und es stürmt. Nachdem wir total durchnässt sind, verschieben wir die Besichtigung auf den nächsten Tag. Dieser ist wieder schön und herrlich warm, wir wandern entlang der Befestigungsmauer auf den höchsten Punkt der Anlage. Hier haben wir eine gigantische Aussicht auf die Stadt Kotor, die Bucht und die Befestigung. In der Bucht liegt schon wieder ein anderes Kreuzfahrtschiff als gestern.

Von Kotor aus geht es über den Lovcen Nationalpark langsam aber sicher in Richtung albanische Grenze. „Hier wird euch das Auto gestohlen“ und andere Reisehinweise, haben wir über dieses Land erhalten, aber auch wir sind noch voller Vorurteile. Die Einreise ist völlig easy, d. h. wir merken es gar nicht. Der Zoll von Montenegro macht die Ausreise, wir fahren weiter, halten immer noch die Dokumente in der Hand und warten, dass der albanische Zoll kommt, aber es kommt nichts. Sind wir schon drin?
Ja, das merken wir als uns die ersten Eselskarren entgegenkommen und auch die erste größere Stadt Skodher ist nicht gerade ein Schmuckstück, also ersparen wir uns die Besichtigung, wir müssen uns erst noch an Albanien gewöhnen. Albanien, das Heimatland von Mutter Theresa, wir sehen zwei Schwestern aus ihrem Orden mit den typischen blau-weißen Kopfbedeckungen und in einigen Kreisverkehren sieht man Statuen von ihr stehen, auch im Souvenirhandel ist sie des Öfteren zu finden. Wir fahren weiter nach Koman, unser Plan ist über den Komansee mit der Fähre in das Herz der albanischen Alpen vorzustoßen, aber als wir am Stausee in Koman ankommen erklärt uns der Besitzer der Hafenkneipe, dass die letzte Autofähre vor einer Stunde abgefahren ist, „und morgen“, fragen wir. Nein, morgen geht auch Keine mehr, das war die Letzte für dieses Jahr. Pech, wir trinken noch einen türkischen Kaffee und fahren wieder ca. 30 km zurück und dann über die Berge nach Kukes. Plötzlich wird es kalt, nur noch 4 °C zeigt das Thermometer, außerdem ist es stockdunkel, wir beschließen im Hotel Amerika zu übernachten, VIP Suite für 40 Euro incl. Breakfast. Am Abend sitzen fast ausschließlich Männer in der Hotelbar, alle in schwarzen Jacken, nippen an ihrem Kaffee und schauen Real gegen Barcelona.

Am Morgen machen wir noch ein paar Fotos vom Dach des Hotels und machen uns dann auf den Weg zurück an die Küste nach Durres, der zweitgrößten Stadt in Albanien. Auch nicht schön hier, aber wieder warm. Zuvor haben wir uns noch Kruje angeschaut, eine alte Stadt mit Basar und Befestigung, hier ist auch die Gedenkstätte des Nationalhelden. Langsam stellen wir fest, dass die Albaner gar nicht unfreundlich sind, sie sehen nur so aus.

Über Fier, wo wir noch die Ausgrabungsstätte Appollonia besichtigen fahren wir weiter entlang der albanischen Riviera in Richtung Griechenland. Seit Sarajevo begleiten uns herrenlose Hunde, die am Straßenrand nach etwas Essbarem suchen und des nachts müssen wir uns an Hundegebell statt an Hahnengeschrei gewöhnen. An den Müllcontainern, die an den Straßen stehen scheint die Nahrungskette Mensch, Hund, Katze, Vogel zu sein. Die Hunde und Heerscharen von Katzen finden wir auch in Griechenland auf Korfu, wo wir im Moment sind. Wir geniessen noch das tolle Wetter, Sonne, 24 °C und die menschenleeren Strände.

Kotor bei Regen

Kotor bei Regen

Altstadt von Kotor

Altstadt von Kotor

Bucht von Kotor

Bucht von Kotor

Sveti Stefan

Sveti Stefan

Strand in Montenegro

Strand in Montenegro

albanische Strassen

albanische Strassen

Albanien

Albanien

Natursteinproduktion am Komansee (AL)

Natursteinproduktion am Komansee (AL)

Kukes (vom Dach des Hotels Amerika)

Kukes (vom Dach des Hotels Amerika)

Appollonia

Appollonia

Appollonia

Appollonia (die Gebeine sind in der Bildmitte, hinten)

Sheps (1 von 1)

bei Appollonia

an der Strasse in Alabanien

an der Strasse in Alabanien

in Alabanien

in Alabanien

Strasse in Alabanien

Strasse in Alabanien

bei Durres am Strand

bei Durres am Strand

Fähre bei Butrint

Fähre bei Butrint

die Pyramiden von Albanien?

die Pyramiden von Albanien?

auf den Spuren Winnetous …

In Maribor, dem ehemaligen Marburg an der Drau treffen wir Frank Suffel, ein Kollege von Andreas aus der Stuttgarter Zeit, er ist dort CEO von Starkom, einer Daimler-Tochter und Teilelieferant unserer G-Klasse. (Rahmen = tragendes Unterteil unseres Autos = wichtig) Er zeigt uns das ganze Werk, ein Teil eines ehemaligen Kombinats, der Sozialismus ist noch spürbar. Die Teile, die die Firma herstellt sind beeindruckend, besonders die Rahmen der 6×6 Version und die Militärausführungen mit Halterungen für Helikopter und Fahrzeuggewichten bis zu 6 to.

Nach einer Nacht in Franks Appartment geht es für uns wieder nach Kroatien, wieder über Zagreb nach Karlovac, von dort über Landstrassen in den Nationalpark Plitvicer Seen, einst Drehorte der Winnetou-Filme. Dort bleiben wir für 2 Nächte und nehmen uns einen Tag Zeit um den Nationalpark zu erkunden. Nun wollen wir wieder an die Adria, der Weg führt uns durch das Velebitgebirge nach Starigrad, dort soll es laut unserem offiziellen Kroatien-Infopaket (vom Tourismusstand Kroatien an der CMT Stuttgart) das Feld von Starigrad zu besichtigen geben. Wir denken an einen Kriegsschauplatz, o. ä., wissen es aber nicht genau, außerdem soll das Feld UNESCO Weltkulturerbe sein, also fragen wir im Touristoffice nach. Die Dame ist sehr freundlich, aber das Feld von Starigrad ist ihr völlig unbekannt. Sie gibt uns zwei Landkarten und das Winnetou Infoblatt über das Velebitgebirge. Google teilt uns schließlich mit, dass das Feld von Starigrad auf der Insel Hvar liegt, dann fällt es auch der Dame vom Touristoffice ein, sie sagt, dass es in Kroatien 3 Starigrad gibt und das auf Hvar aber „Stari Grad“ geschrieben wird.

Wir beschliessen noch am Nachmittag den Ort „Parizevacka glavica“ anzusteuern, dort standen einst die Pueblos der Apachen mit Blick auf den Rio Pecos, der Ort wo Old Shatterhand gegen Intschu-Tschuna wettrudern musste. Das letzte Stück ist nur Schotterweg, für uns aber kein Problem. Der Anblick ist grandios, der grünlich schimmernde Fluß Zrmanja liegt tief in diesem Canyon. Wir sind hier absolut alleine, es herrscht die totale Stille. Wir machen hier Kaffeepause und schießen ein paar Fotos. Gerne würden wir diesen Fluss per Kanu erkunden und den Canyon mal von unten sehen, daher machen wir uns auf nach Kastel Zegarski, dort soll es Rafting- und Kajakangebote geben. Die Straßen werden immer abenteuerlicher und die Gegend menschenleer, in einem Ort, der weder in unserer Radwanderkarte vom Touristoffice noch in unserem Navi existiert fragen wir nach Raftingmöglichkeiten und dem Weg nach Kastel Zegarski. Wir haben Glück und treffen Mica, sein T-shirt ist vielversprechend, es trägt den Aufdruck „Afgahnistan – Leben am Limit“. Er organisiert für uns eine Kajaktour für den nächsten Tag, wechselt uns 100 Euro zu einem Kurs, besser als auf der Bank und stellt uns sein Privatgelände am Fluss zur Übernachtung zur Verfügung, sehr schön direkt an einem Wasserfall gelegen, nur schwer zu finden. Die Kajaktour ist beeindruckend, das Wasser total klar und alles wunderschön. Dies sind bisher unsere schönsten Tage.

Über Zadar, Sibenik fahren wir weiter bis Trogir, auch hier bleiben wir zwei Nächte. Der Ort ist einfach nur schön. Der Plan für die nächsten Tag ist über Split auf die Inseln Brac und Hvar zu fahren, vielleicht finden wir noch das Feld von Stari Grad.

Annette, Frank und Stefan vor einigen Rahmen für die G-Klasse

Annette, Frank und Stefan vor einigen Rahmen für die G-Klasse

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen

Unser Standplatz bei Mica

Unser Standplatz bei Mica

unser Fahrzeug

unser Fahrzeug vor dem Velebit

Rafting auf der Zrmanja www.raftrek.hr

Rafting auf der Zrmanja
www.raftrek.hr

Fluss Zrmanja alias "Rio Pecos"

Fluss Zrmanja alias „Rio Pecos“